Blog der Lösungsfabrik

Qualitätsmanagement und ISO 9001

Vorbereitung der Managementbewertung – Was ist zu beachten?

Die Managementbewertung ist ein elementarer Baustein in einem funktionierenden Qualitätsmanagementsystem und der ISO 9001.

Richtig eingesetzt, kann eine Managementbewertung den positiven Erfolg eines Qualitätsmanagementsystems nachhaltig unterstützen. Falsch eingesetzt raubt eine Managementbewertung nur Zeit, schafft Aufzeichnungen und dient vielleicht nur der Normkonformität nach ISO 9001.

 

Ganz grundsätzlich meine Meinung

Wenn wir die Managementbewertung als Motor ansehen, dann sind die internen Audits (sowohl Prozess- als auch Systemaudits) der Sprit für den Motor. Ein gut geplantes, durchgeführtes und nachverfolgtes internes Audit ist also Grundvoraussetzung für eine gute und zielorientierte Managementbewertung. Andererseits bringt das beste interne Audit nichts, wenn die Managementbewertung nicht dementsprechend durchgeführt wird und die guten Ergebnisse bzw. Ansätze der internen Audits nicht abverfolgt werden. Für ein funktionierendes QM-System sind also die Managementbewertung und die internen Audits wichtig und müssen beide ordentlich durchgeführt und nachbereitet werden.

 

Normanforderungen der ISO 9001 an die Managementbewertung

Die ISO 9001 behandelt das Thema Managementbewertung im Kapitel 5.6 Managementbewertung, welches sich in 5.6.1 Allgemeines, 5.6.2 Eingaben für die Bewertung und 5.6.3 Ergebnisse der Bewertung untergliedert.

Dabei stellt die ISO 9001 folgende Forderungen auf:

Die Managementbewertung muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um das Qualitätsmanagementsystem zu bewerten. Die Bewertung von Verbesserungsmöglichkeiten muss enthalten sein, ebenso wie Änderungsbedarf bzgl. Qualitätsmanagementsystem, Qualitätspolitik und Qualitätsziele. Es sind Aufzeichnungen (also Protokolle o.ä.) zu führen und aufrechtzuerhalten.

Als Eingaben (Input) sind von der Norm folgende Punkte vorgegeben:

  • Auditergebnisse (oben in meiner Meinung grundsätzlich erläutert)
  • Kundenrückmeldungen (also zum Beispiel die Auswertung von Kundenzufriedenheitsermittlungen, Reklamationsquote oder auch positive Rückmeldungen von Kunden)
  • Produkt- und Prozesskonformität
  • Status von Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen
  • Folgemaßnahmen vorheriger Managementbewertungen
  • Änderungen mit Auswirkungen auf das Qualitätsmanagementsystem
  • und last but not least – Verbesserungsempfehlungen

Als Ergebnisse der Managementbewertung fordert die Norm Entscheidungen und Maßnahmen, die der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und der Prozesse dienen, der Produkt- oder natürlich auch der Dienstleistungsverbesserung in Bezug auf die Anforderungen des Kunden und natürlich der Ressourcen (Personelle Ressourcen, Infrastruktur und Arbeitsumgebung).

 

Fazit

Die Normanforderungen an die Managementbewertung sind hoch und vielfältig. Doch dies nicht ohne Grund und völlig sinnlos. Die Eingaben und Ergebnisse einer solchen Bewertung sollten ebenso ausfallen, auch wenn die ISO 9001 nicht als Grundlage dienen sollte. Ganz einfach weil es sich dabei um elementare Punkte handelt, die den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und das Qualitätsmanagementsystem unterstützen.

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