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Qualitätsmanagement und ISO 9001

Pareto-Diagramm

Beim Paretodiagramm handelt es sich um ein klassisches Säulendiagramm. Die Höhe der jeweiligen Säulen ist abhängig von den angegebenen Werten. Unter anderem spielt diese Art der Darstellung in der Statistik eine maßgebliche Rolle. Vor allem im Zusammenhang mit der Analyse von Fehlern wird das Paretodiagramm heutzutage im Qualitätsmanagement-Bereich genutzt. Daten zu Ausschüssen, Fehlern im Endprodukt usw. können somit übersichtlich dargestellt werden.

 

Überblick

Das Paretodiagramm ist auch für den Laien auf den ersten Blick an der charakteristischen Anordnung der Säulen erkennbar. Da sich der größte Wert hier am Anfang, der kleinste ganz am Ende auf der rechten Seite befindet, erinnert das Gesamtkonstrukt an eine abfallende Rampe.

Seinen Namen verdankt das Paretodiagramm dem Italiener Vilfredo Pareto.

 

Vorgehensweise

Das Paretodiagramm basiert auf der Annahme, dass nur wenige Ursachen dennoch zu einer Vielzahl an Problemen, bzw. -auf den QM-Bereich bezogen- Fehlern führen können. Je nachdem, wie einflussreich hier ein Problem bzw. eine Fehlerquelle ist, umso größer wird der entsprechende Faktor als Säule dargestellt.

Aufgrund der Größe der Säule wiederrum lassen sich hierbei leichter Prioritäten setzen. Wer weiß, welche Ursache verantwortlich die meisten Fehler im Endprodukt ist, kann effizienter, gezielter und wirtschaftlicher handeln. Fehlerquellen können damit schneller erfasst und Entscheidungen rascher getroffen werden.

 

Beispiel zur Erstellung eines Paretodiagramms

Um ein Paretodiagramm erstellen zu können, ist es zunächst wichtig, das Thema, auf das sich die Darstellung beziehen soll, einzugrenzen bzw. genauer festzulegen. Danach können die einzelnen anzuzeigenden Bereiche festgelegt werden. Ausschlaggebend hierfür ist, welche Erkenntnisse im Vordergrund stehen sollen. Mögliche Bereiche sind hier unter anderem Fehlerquellen und -ursachen, verschiedene Artikel oder auch externe Faktoren wie Lieferanten und Kunden.

In den meisten Fällen ist es nun am sinnvollsten, die jeweiligen Fehler und deren Auswirkungen mit der Anzahl Ihres Auftretens zu verdeutlichen. Jedoch wäre es durchaus auch denkbar, sich hier nicht nur auf einzelne Stückzahlen, sondern auf die finanziellen Auswirkungen des Sachverhalts zu konzentrieren, um beispielsweise anstehende Kosten besser abschätzen zu können.

Ein Blick in die Zukunft ist auf der Basis des Paretodiagramms unter Umständen auch möglich. So ist es auch denkbar, die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers aufzuzeigen und verschiedene Szenarien auf den Weg zur „perfekten“ Produktion durchzuspielen.

Nachdem Sie die Häufigkeit einer Fehlerquelle auf Basis einer einfachen Formel (%-Häufigkeit = (Teilmenge/ Gesamtmenge) x 100) errechnet haben, können Sie die einzelnen Bereiche entsprechend absteigend auf dem Paretodiagramm anordnen und damit die klassische Treppenform erzeugen. Somit erschließt sich auf den ersten Blick, welche Fehler im Rahmen Ihrer Qualitätsanalysen am meisten Beachtung finden sollten.

Final haben Sie nun noch die Möglichkeit, die einzelnen Säulen aufeinander zu stapeln. Das Ergebnis wird dann als die so genannte „Pareto-Kurve“ bezeichnet. Anhand ihr kann der Gesamt-Prozentwert ermittelt werden.

 

Anwendungen – Vor- und Nachteile

Die Vorteile des Paretodiagramms liegen unter anderem in der Möglichkeit, die Auftrittshäufigkeit von Fehlern und die mit ihnen verbundenen Kosten übersichtlich aufzuzeigen. Zudem profitieren Sie hier von einer übersichtlichen Klassifizierung, einer einfachen und verständlichen Darstellung und einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand zur Erstellung des Diagramms, sofern die benötigten Daten final vorliegen.

Leider ist auf der Basis des Paretodiagramms jedoch nur eine bestimmte Anzahl an Klassen darstellbar. Zudem ist es nicht möglich, die Gewichtung der einzelnen Klassen detailliert anzupassen.

 

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