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Qualitätsmanagement und ISO 9001

Wertschätzendes Führungsverhalten – so bleiben Sie Chef und „Freund“

Viele Unternehmen haben es schon verstanden, dass die Mitarbeiter die wichtigste Ressource in einem Unternehmen sind. Allen anderen sei dieser Text ans Herz gelegt.

 

Wertschätzendes Führungsverhalten – so bleiben Sie Chef und „Freund“

Lassen Sie sich von der Überschrift nicht täuschen! Selbstverständlich wäre es absolut kontraproduktiv, wenn Ihre Angestellten Sie als Freund ansehen würden. Die Gefahr, dass bei einem allzu freundschaftlichen Verhältnis die Professionalität leidet, ist extrem hoch. Daher wurde das „Freund“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Immerhin kann es einem positiven Betriebsklima nur zutragend sein, wenn Sie sich mit Ihren Mitarbeitern gut verstehen und damit die Grundlage für eine harmonische Zusammenarbeit gelegt wird.

Wer es schafft, Berufliches und Privates zu trennen und gleichzeitig ein freundlicher und verständnisvoller Chef zu sein, punktet erfahrungsgemäß in vielerlei Hinsicht und kann sogar die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens unterstützen.

 

Wertschätzung als Faktor für ein gesundes Betriebsklima

Jeder Mitarbeiter, egal, in welcher Position mag es, wertgeschätzt zu werden. Doch wie sieht Wertschätzung im Alltag überhaupt aus?

Angestellte empfinden ihre Vorgesetzten vor allem dann als wertvoll, wenn Sie…:

  • individuell auf die Mitarbeiter eingehen und partnerschaftlich mit ihnen umgehen
  • Feedback zu erbrachten Leistungen geben und besondere „Extras“, wie beispielsweise erbrachte Überstunden zu würdigen wissen
  • loben
  • auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen und sich danach erkundigen, was getan werden kann, um eine Leistung beispielsweise besonders zu würdigen.

Auch der Faktor „Fortbildung“ spielt hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Viele Mitarbeiter begrüßen es, wenn ihr Vorgesetzter Schulungen und Workshops „durchboxt“, um nicht nur dessen Kompetenz im Unternehmen, sondern auch seinen Lebenslauf aufzuwerten.

 

Lösungen statt Probleme!

Kein Unternehmen kann wohl von sich sagen, ohne Widerstände und Probleme zu arbeiten. Die Frage hierbei ist jedoch, wie die Führungskräfte mit den Herausforderungen des Alltags umgehen.

Werden Sie als Chef mit Schwierigkeiten konfrontiert, ist es beispielsweise -auch mit Hinblick auf ein gesundes Betriebsklima- wichtig, dass Sie…:

  • Probleme aufzeigen, jedoch keinen Mitarbeiter vor den anderen bloßstellen (sollte ein Mitarbeiter allein für ein bestimmtes Problem verantwortlich sein, können Sie dies immer noch in einem Gespräch unter vier Augen klären.)
  • fair und sachlich bleiben
  • auch die Ängste Ihrer Angestellten ernst nehmen
  • motivieren und unterstützen.

Es gilt hierbei, das Problem zu verdeutlichen, Mitarbeiter zu sensibilisieren, jedoch nicht die Lösung außer Acht zu lassen. Ansonsten ist die Gefahr hoch, dass Sie sich auf der Suche nach neuen Ideen einfach im Kreise drehen. Beziehen Sie stattdessen -je nach Problem- Ihre Mitarbeiter in ein offenes Brainstorming mit ein und wägen Sie alle Vorschläge professionell UND freundlich gegeneinander ab.

Ich selber kann mich noch sehr gut an meine Ausbildung in Hamburg erinnern und das Schild, welches bei meinem Abteilungsleiter damals über dem Schreibtisch hin:

Löse das Problem, nicht die Schuldfrage

Natürlich ist keiner der Mitarbeiter vor Freude hopsend in das Büro gegangen, wenn es ein Problem gab. Aber alle sind mit erhobenem Kopf hinein, weil Sie wussten, dass dieser auch noch dran ist, wenn Sie das Büro wieder verlassen. Während wegen einer anderen Vorgehensweise vielleicht auch schon mal Probleme nicht angesprochen und dadurch vergrößert werden, war dies hier absolut nicht der Fall.

 

Wertschätzende Führungspersönlichkeiten haben Vertrauen in ihre Mitarbeiter!

Egal, ob kleine Abteilung oder großes Unternehmen: lernen Sie, Ihren Mitarbeitern zu vertrauen bzw. -falls Sie Mitarbeiter sind- zeigen Sie Ihrem Vorgesetzten, dass er Ihnen vertrauen kann.

Besonders wichtig ist es zudem, Ziele zu vereinbaren. Somit haben die Angestellten immer die Chance, ihre eigene Leistung einzuschätzen und Verbesserungspotenzial zu erkennen. Sie sind damit nicht in allzu engmaschigen Abständen auf das Feedback des Abteilungsleiters angewiesen und lernen, selbstständiger zu agieren. Dennoch ist es selbstverständlich wichtig, auch „von oben“ Kritik nutzen zu können. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass das entsprechende Feedback…:

  • zeitnah
  • persönlich und individuell
  • differenziert
  • konstruktiv

erfolgt. Wer auf diese Weise regelmäßig mit seinen Mitarbeitern in Kontakt tritt, sorgt dafür, dass sich diese im zweiten Schritt noch besser mit dem Unternehmen identifizieren können und bereit sind, neue Ziele und Herausforderungen besser anzunehmen.

Wertschätzendes Führungsverhalten bedeutet damit definitiv mehr, als gemeinsam mit seinen Angestellten die Mittagspause zu verbringen oder einen Kegelabend zu organisieren.

 

Mitarbeiter = Ressource?

Vielleicht haben Sie sich im ersten Satz dieses Blogbeitrags gewundert, dass ich Mitarbeiter als Ressourcen bezeichnet habe. Ich selber habe vor kurzem dazu von einem von mir beratenen Unternehmen gehört, dass diese den Begriff Ressource für Ihre Mitarbeiter ungern verwenden möchte, da aus Ihrer Sicht die Mitarbeiter durch den Begriff „Ressource“ herabgewürdigt werden. Dazu möchte ich einfach mal klarstellen, dass der Begriff Ressource für mich keinerlei Wertung enthält. Und wenn ich die Mitarbeiter nicht als wichtig einstufen würde, dann würde ich dem Thema sicherlich keinen Blogbeitrag widmen. 😉

 

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