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Qualitätsmanagement und ISO 9001

Was ist der Unterschied zwischen einem Zertifizierungsaudit, Überwachungsaudit und Rezertifizierungsaudit?

Bei einem Zertifizierungsaudit, Überwachungsaudit und Rezertifizierungsaudit handelt es sich (wie der Name schon sagt) jeweils um ein Audit. Wir müssen uns daher erst mal mit dem Begriff Audit beschäftigen.

Bei einem Audit handelt es sich um eine Untersuchung, ob (hier einfach mal für die ISO 9001) ein Prozess oder ein Managementsystem bestimmten Anforderungen genügt. Alle drei oben genannten Begriffe sind Systemaudits, d.h. es werden nicht nur einzelne Prozesse überprüft, sondern die Gesamtheit des Qualitätsmanagementsystems, ob dieses den Anforderungen der ISO 9001 genügt.

Die oben genannten Auditarten werden von externen Auditoren von Zertifizierungsgesellschaften durchgeführt und in der ISO 9001 gibt es einen 3-jährigen Zertifizierungszyklus. Daher die verschiedenen Begriffe.

 

Zertifizierungsaudit

Wenn sich ein Unternehmen oder eine Organisation zum ersten mal nach ISO 9001 zertifizieren lassen möchte, so spricht man von einem Zertifizierungsaudit. In der Regel ist das Zertifizierungsaudit in zwei Teile gesplittet. Im ersten Teil (1. Stage Audit, Dokumentenprüfung oder anders genannt) wird die Dokumentation des Qualitätsmanagementsystems auf Übereinstimmung mit der ISO 9001 geprüft. Wenn dieser Teil erfolgreich abgeschlossen wurde, so geht es im zweiten Teil (2. Stage Audit, Vor-Ort-Audit….) darum, ob die Vorgaben der Qualitätsmanagementdokumentation im Unternehmen auch so umgesetzt werden. Dafür sammelt der Auditor objektive Nachweise. Wenn auch dieser Teil erfolgreich bestanden wurde, so empfiehlt der Auditor der Zertifizierungsgesellschaft das ISO 9001 Zertifikat mit 3-jähriger Laufzeit auszustellen, vorbehaltlich positiver Überwachungsaudits, die nach einem und zwei Jahren durchgeführt werden müssen.

 

 

Überwachungsaudit

Ist ein Unternehmen oder eine Organisation bereits nach ISO 9001 zertifiziert, so spricht man von einem Überwachungsaudit, wenn die Zertifizierungsgesellschaft nach einem und nach zwei Jahren überprüft, ob die Vorgaben, die durch die ISO 9001 und das Qualitätsmanagementhandbuch auch im Unternehmen umgesetzt werden. Der Aufwand eines Überwachungsaudits ist dabei in der Regel geringer als bei einem Zertifizierungsaudit, dies schlägt sich sowohl im Auditumfang (weniger Zeit des Auditors im Unternehmen), als auch in den Kosten nieder. Nach zweimaligen Überwachungsaudits allerdings ist der Zertifizierungszyklus beendet und es gibt ein Rezertifizierungsaudit.

 

 

Rezertifizierungsaudit

Von einem Rezertifizierungsaudit spricht man dann, wenn ein Unternehmen bzw. eine Organisation bereits mindestens einen 3-jährigen Zertifizierungszyklus hinter sich hat und das Zertifikat abläuft. Bei dem dann durchgeführten Audit handelt es sich im ein Rezertifizierungsaudit, an dessen Ende in der Regel ein neues ISO 9001 Zertifikat erteilt wird. Dieses Zertifikat hat dann wiederum eine Gültigkeit von 3 Jahren, vorbehaltlich der oben erläuterten Überwachungsaudits.

 

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