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Qualitätsmanagement und ISO 9001

Zum Thema prozessorientierter Ansatz der ISO 9001

In der ISO 9001 wird die „Wahl eines prozessorientierten Ansatzes“ empfohlen. Doch was ist diese Prozessorientierung eigentlich. In diesem Beitrag möchte ich näher darauf eingehen und sowohl näher erklären, was ein Prozess eigentlich ist, wodurch er sich auszeichnet, Prozessbeispiele bringen, als auch die 3 Prozessarten nennen.

Was ist ein Prozess und wodurch zeichnet er sich aus?

Einen Prozess kann man definieren als einen Satz von in Wechselwirkung oder – Beziehung stehenden Tätigkeiten, in denen (unter Zuhilfenahme von Ressourcen) Eingaben in Ergebnisse umgewandelt werden.

 

Durchführung eines Prozesses

 

Ein Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass er einen Input (Eingabe), einen Output (Ergebnis), messbare Ergebnisse und einen Prozesseignet (also einen Durchführenden) hat.

Jedes Unternehmen besteht bzw. handelt in vielen, verschiedenen Prozessen. Um mal eine Kette von Prozessen kurz anzureißen, wären das zum Beispiel: Warenbeschaffung, Wareneingang, Produktion, Vertrieb, Versand, Rechnungsstellung….

An dieser Stelle ist auch deutlich zu sehen, dass die einzelnen Prozesse einander beeinflussen, d.h. in Wechselbeziehung zueinander stehen. Das Ergebnis eines Prozesses beeinflusst den anderen Prozess und damit auch dessen Ergebnis.

 

Wechselwirkung von Prozessen

 

Ein sicher und leicht verständliches Beispiel am obigen Beispiel: Wenn der Prozess des Wareneinganges und die damit verbundene Wareneingangsprüfung nicht ordentlich durchgeführt wird, dann gelangt unter Umständen minderwertige / fehlerhafte Ware in den Produktionsprozess. Also wird durch einen Fehler im Prozess Wareneingang das Ergebnis im Produktionsprozess beeinflusst, in dem dort die Produktqualität der fertigen Waren oder Artikel nicht dem entspricht, was eigentlich geplant war.

 

Beispiele für Prozesse

Was ich oben jetzt theoretisch erläutert habe, möchte ich nun praktisch an zwei Beispielen erklären.

 

Prozessbeispiel 1

Nehmen wir uns für das erste Beispiel doch einfach einen Prozess aus dem täglichen Leben, das Rasenmähen. Bei Rasenmähen haben wir einen IST-Zustand (hoher Rasen) und einen SOLL-Zustand (niedriger Rasen). Unter Zuhilfenahme von Ressourcen (z.B. dem Rasenmäher) stellen wir das Ergebnis her und sorgen für kurzen Rasen. In der Regel scheidet man den Rasen ja auf eine bestimmte Höhe zurück und hat dann am Ende messbare Ergebnisse, in dem man sagen kann, dass diese Höhe auch erreicht wurde. Oder aber nicht, weil zum Beispiel der Rasenmäher falsch eingestellt war.

 

Prozessbeispiel 2

Nehmen wir uns hierfür mal einen ganz einfachen Produktionsprozess und zwar das Sägen einer Metallstange auf eine bestimmte Länge. Wieder unter Zuhilfenahme von Ressourcen (in diesem Fall eine Säge) sorgen wir dafür, dass aus dem IST-Zustand (zu lange Metallstange) der SOLL-Zustand (Metallstange in der richtigen Länge) erreicht wird. Auch hier ist das Ergebnis natürlich messbar – wir können überprüfen, ob die Metallstange die richtige Länge hat. Und an diesem Beispiel lässt sich auch wunderbar die Wechselwirkung von Prozessen skizzieren. Wenn wir mal annehmen, dass die Metallstange nach diesem Prozess irgendwo montiert werden soll, so ist diese Montage unter Umständen nicht möglich, wenn der erste Prozess des Sägens nicht richtig ausgeführt wurde. Weil dann ist die Metallstange unter Umständen zu kurz oder zu lang.

 

Prozessarten im Qualitätsmanagement

Im Qualitätsmanagement unterscheidet man in der Regel in folgende 3 verschiedenen Prozessarten:

Auf eine genauere Definition der einzelnen Prozesse möchte ich hier nicht näher eingehen. Dazu gibt es gesonderte Beiträge, die jeweils bei den einzelnen Prozessarten verknüpft sind. Nur soviel – es ist völlig egal und nirgendwo festgeschrieben, wie diese Prozessarten genannt werden. Man kann zum Beispiel die Kernprozesse auch Leistungsprozesse, die Managementprozesse auch Leitungsprozesse und die Unterstützungsprozesse auch Supportprozesse nennen.

Die ISO 9001 fordert auch die Wechselwirkung der einzelnen Prozesse darzustellen, dies erfolgt in der Regel über eine Prozesslandkarte bzw. Prozesslandschaft. Beispiele einer ganz einfachen Prozesslandkarte / Prozesslandschaft findet sich jeweils in den einzelnen Prozessarten.

 

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