Blog der Lösungsfabrik

Qualitätsmanagement und ISO 9001

Diese 3 Fragen sollten Sie sich immer stellen!

Egal ob bei der Einführung / Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 oder bei dem „Leben“ eines Qualitätsmanagementsystems, diese 3 Fragen sollten Sie sich immer stellen:

  1. Warum mache ich das?
  2. Was bringt mir das?
  3. Was kostet mich das?

Qualitätsmanagement und die ISO 9001 sind mehr als ein Begriff, ein Zertifikat an der Wand oder der Speicherplatz, den das System auf dem Server einnimmt. Und obwohl in der ISO 9001 an keiner Stelle der Bezug zu finanziellen / betriebswirtschaftlichen Punkten genommen wird, so sollten Sie sich die 3 oben genannten Fragen immer wieder stellen. Und basierend darauf entscheiden, ob und wie Sie etwas umsetzen.

Ein Unternehmer lebt nicht von möglichst viel (oft unnötig generierter) Arbeit mit einem Qualitätsmanagementsystem. Ein Unternehmer lebt vom Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen. Ein Qualitätsmanagementsystem soll (und KANN) ein Unternehmen im Tagesgeschäft und bei seiner nachhaltigen, langfristigen Entwicklung unterstützen. Wenn es denn richtig eingeführt und angewendet wird. Und dabei helfen ganz elementar diese Fragen.

 

1. Warum mache ich das?

Wurde das schon immer so gemacht? Ist es eine kaufmännische Selbstverständlichkeit dies zu machen? Handelt es sich um eine Normforderung? Sie sollten sich diese Frage stellen und versuchen so gut wie möglich zu beantworten. Handelt es sich zum Beispiel um eine Normforderung, so sollten Sie schauen, inwieweit sie diese auch wirklich umsetzen müssen (Stichwort Ausschluss von Normforderungen!). Diese Frage und darauf bezogene Antwort muss immer auch im Kontext zur 2. (und wichtigsten) Frage gesehen werden:

 

2. Was bringt mir das?

Eine kaufmännische Grundregel ist natürlich nur Dinge zu tun, die einem nützlich sind. Ein Unternehmen lebt nicht davon möglichst viele Dinge zu tun, sondern die richtigen Dinge und die richtig gut. Und davon ist auch ein Qualitätsmanagementsystem nicht ausgeschlossen. Auch hier ist es wichtig immer im Auge zu behalten, was ich mit einer bestimmten Tätigkeit oder Arbeit erreichen möchte. Eine Lieferantenbeurteilung zum Beispiel wird ja nicht primär dafür geführt, um eine schöne Tabelle zu haben und der Normforderung gerecht zu werden. Eine Lieferantenbeurteilung wird geführt, um nur mit guten Lieferanten zu arbeiten, gute Waren oder Dienstleistung zu erhalten und somit die Qualität der eigenen Produkte oder Dienstleistungen (und somit auch die Kundenzufriedenheit) zu erhöhen und die Fehler- / Ausschusskosten zu senken.

 

3. Was kostet mich das?

Aufwand und Nutzen sollten für ein Unternehmen immer in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Das gilt auch und gerade für ein Qualitätsmanagementsystem! Die Versuchung ist leider vielfach sehr groß, Dinge falsch zu tun und somit für ein Missverhältnis zu sorgen. Bleiben wir einfach mal bei dem oben genannten Beispiel der Lieferantenbeurteilung. Für ein Unternehmen bei dem die Lieferanten nur einen sehr geringen Einfluss auf die Qualität der Endprodukte bzw. Dienstleistungen hat, ist der Aufwand und Kostenfaktor einer großen und komplexen Lieferanten zu hoch und sollte unter Umständen deutlich gesenkt werden. Wenn jedoch ein möglicher positiver Einfluss einer Lieferantenbeurteilung deutlich gesteigert werden kann, so sollte man auch die Möglichkeit ins Auge fassen, diese Beurteilung unter Umständen größer und zielorientierter zu gestalten.

 

Fazit

Ich hoffe mit diesem Artikel einige Denkanstöße geliefert zu haben, denn die oben genannten Beispiel sind wirklich nur Beispiele und lassen sich auf viele andere Bereich im Qualitätsmanagement übertragen. Und daher ist es meiner Meinung nach auch so wichtig, ein unternehmensspezifisches Qualitätsmanagement zu haben und nicht einfach nur eine „Musterdokumentation“ versuchen auf das Unternehmen anzupassen.

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2 thoughts on “Diese 3 Fragen sollten Sie sich immer stellen!

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