Blog der Lösungsfabrik

Qualitätsmanagement und ISO 9001

9 Indizien an denen Sie erkennen, dass Sie den falschen QM / ISO 9001 Berater haben – Teil 3

Letzter Teil mit den 3 letzten Beispielen, an denen Sie erkennen, dass Sie den falschen QM / ISO 9001 Berater gewählt habe.

Sprünge im QM Handbuch

Ich zitiere jetzt einfach mal aus einem QM Handbuch:

Die notwendige Infrastruktur ist ermittelt, wird bereitgestellt und instand gehalten. Das Formblatt „Notfallplan“ legt die hierbei notwengigen Verantwortlichkeiten fest.

Eine gute Infrastruktur ist zur Erreichung anforderungsgerechter Produkte oder Dienstleistungen notwendig – ohne Frage. Aber was bitte hat da ein Notfallplan zu suchen. Für mich ist da ganz eindeutig ein Themensprung im Sinn der QM Dokumentation, der darauf hinweist, dass hier vom Ersteller der Zusammenhang nicht ganz verstanden wurde. Wenn ein Schreibtisch kaputt geht – greift dann der Notfallplan? Gibt es dann ein Krisenmeeting in dem geprüft wird, ob der Schreibtisch reparabel ist oder ein neuer beschafft werden muss? Wird dann ein Verantwortlicher für diesen akuten Notfall benannt der dafür sorgt, dass schnellstmöglich ein funktionstüchtiger Schreibtisch zur Verfügung steht?

 

Qualitätsziele werden am Anfang vorgelegt

Qualitätsziele sind für ein funktionierendes QM System extrem wichtig. Sie müssen passen, denn mit ihnen wird ja auch die Wirksamkeit des ganzen Systems gemessen. Sie sind also elementarer Baustein im kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Jetzt gibt es ganz findige Zeitgenossen, die legen diese Ziele schon am Anfang eines QM Systems fest. Zum Beispiel in der Art, dass die Kundenzufriedenheit mindestens die Schulnote 1,5 im Durchschnitt haben muss. Problematisch wird es nur, wenn aus Einfachheitsgründen später zum Beispiel ein Kundenfragebogen entworfen wird, in dem die Kunden Ihre Zufriedenheit nicht in Schulnoten ausdrücken sollen, sondern anderweitig.

 

Layout der gesamten Dokumentation nicht einheitlich

Wenn das Layout der gesamten Dokumentation nicht einheitlich ist, sondern irgendwie querbeet aussieht, dann ist hier was falsch gelaufen. In der Regel wurden dann einfach andere Dokumente genommen (entweder Musterdokumente oder von anderen QM Handbüchern), dort wurde dann das Logo und der Firmenname schnell noch eingefügt und schon war das Dokument für die QM Dokumentation fertig. Verständlicherweise passen die wenigsten Dokumente dann auch auf das „neue“ Unternehmen. Es gibt sicher immer wieder Dokumente, die Standard sind – das Ernennungsschreiben des BdoL muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Aber das sind die wenigsten Dokumente und jeder Kunde hat es verdient, eine für Ihn passenden, funktionale und spezifische Qualitätsmanagementdokumentation zu bekommen.

 

Abschliessend sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, dass ich alle aufgeführten Beispiele auch wirklich so gesehen habe. Mir selber treibt es dann immer einen Schauer über den Rücken. Wenn solche Dinge vorfallen, weil diese im Unternehmen intern erstellt wurden, dann ist dies nicht zu vermeiden, weil die Mitarbeiter in der Regel nicht die jahrelange Erfahrung im Bereich QM haben. Wenn diese aber durch einen externen Berater erstellt wurden, dann sieht das schon ganz anders aus.

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